Auf die Frage, was alles zu einem Gedicht gehört, haben wir mal die folgende „kreative“ Antwort gegeben:

Die einzige Grundbedingung
für ein Gedicht ist,
dass es eins sein
will.

Und das erkennt man daran,
dass die Versform gewählt wird.
Darunter versteht man
nichts anderes
als eine Zeilenbrechung
vor dem eigentlichen Zeilenende.

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so sieht ein Gedicht aus, dass nur diese Bedingung erfüllt.

die Zeilenbrechung, die ich gewählt habe, unterstützt schon den Inhalt.

Reim und Rhythmus sind schöne Zugaben zu einem Gedicht.

Das gleiche gilt für den Einsatz besonderer künstlerischer Mittel und eine gewisse Neigung zur Konzentration beziehungsweise sogar zu Lücken

Das sähe dann so aus (mit ein bisschen geistigem Diebstahl bei Goethe)

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Gedichte sind

du glaubst es kaum

gemalte Fensterscheiben.

mit ihnen kann doch jedes Kind

in einem hingehauchten Traum

auch einmal ganz woanders bleiben.

 

Das Original von Goethe findet man hier:

Gedichte sind gemalte Fensterscheiben!
Sieht man vom Markt in die Kirche hinein,
Da ist alles dunkel und düster;
Und so sieht’s auch der Herr Philister:
Der mag denn wohl verdrießlich sein
Und lebenslang verdrießlich bleiben.

Kommt aber nur einmal herein,
Begrüßt die heilige Kapelle;
Da ist’s auf einmal farbig helle,
Geschicht und Zierat glänzt in Schnelle,
Bedeutend wirkt ein edler Schein;
Dies wird euch Kindern Gottes taugen,
Erbaut euch und ergetzt die Augen!

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