Karoline von Günderrode

Die Verfasserin lebte von 1780 bis 1806 und gehört zu den wenigen Frauen, die in der damaligen Zeit mit Gedichten an die Öffentlichkeit gehen konnten. Zugute kam ihr, dass der Vater ein Regierungsrat war. Den verlor sie zwar schon im Alter von 6 Jahren, auch gab es Streitigkeiten um das Erbe. Aber immerhin hatte sie im Vergleich zu vielen anderen Menschen der Zeit eine gute Startbasis. Denn die Familie Günderrode gehörte in Frankfurt zu den sogenannten Patriziern, die im wesentlichen das Sagen hatten.

Dadurch konnte sie auch in einem Kloster als sogenanntes „Stiftsfräulein“ unterkommen. Das waren in gewisser Weise Versorgungsplätze für Frauen aus der höheren Schicht, die nicht heirateten.

Immerhin hatte sie in einem jungen Mann eine erste Liebe, der später sogar Minister in Preußen wurde. Er führte sie in die Kreise der Romantiker ein. Ihre Gedichte, die sie unter einem Pseudonym veröffentlichte, wurden sogar von Goethe positiv aufgenommen.

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